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MKG-Portrait im tennismagazin...

Das Jahr 1993 war das erfolgreichste seiner Karriere. Erst der Sieg im Finale von Nizza gegen Ivan Lendl, dann die Finalteilnahme bei den French Open im Doppel mit David Prinosil und als Höhepunkt der Triumph mit der deutschen Mannschaft im Davis Cup. Am Ende des Jahres schaffte Marc-Kevin Goellner einen Sprung von mehr als 70 Plätzen bis auf Position 32 der Weltrangliste. 18 Jahre ist das mittlerweile her. Aber auch heute noch kann die ehemalige Nummer 26 der Welt nicht vom gelben Filz lassen. Wenn er sich nicht gerade mit ehemaligen Legenden auf der Champions Tour misst, bildet er talentierte Nachwuchsspieler zu Profis aus. Im Süden Kölns, mitten im Grünen, liegt seine eigene Akademie, dessen Logo – wie könnte es anders sein – eine Baseballkappe ziert. Sein Markenzeichen, das ihn in der Tennisszene berühmt gemacht hat, fehlt heute allerdings. Er trägt keine Mütze. Es ist noch früh, gerade 8.30 Uhr. Entspannt sitzt Goellner im Gastronomiebereich der Tennishalle, ein Auge jedoch stets auf dem Platz, wo gerade Jannis Kahlke – eines der vielversprechenden deutschen Talente – sein Aufwärmprogramm abspult.



„Be professional“ lautet Goellners Motto, das er den Spielern auch selbst vorlebt. „Mein Tag ist sehr lang. Manchmal könnte er ruhig 26 Stunden haben“, sagt er, „aber es macht mir großen Spaß mit meiner kleinen Akademie auf sehr hohem Niveau zu arbeiten und mich zu hundert Prozent dafür aufzuopfern.“ Die hohe Qualität der Ausbildung und Betreuung sei ihm wichtig, betont er. Direkt auf der Anlage befindet sich ein Hotel, in dem die Spieler untergebracht werden können. Zwei Fitnessräume stehen zur Verfügung. Ausgestattet mit modernsten Geräten zum Muskulaturtraining mit Reizstrom – Kostenpunkt pro Gerät etwa 13.000 Euro – sowie einer sogenannten Vibrationsplatte, die einen schnelleren Muskelaufbau ermöglicht. Trainiert wird in der Goellner-Akademie nur in kleinen Gruppen „mit maximal vier Teilnehmern, um die Intensität hochzuhalten“. Zudem arbeitet die Akademie eng mit den Instituten für Bewegungs- und Trainingswissenschaften der Kölner Sporthochschule zusammen. „Ich habe selbst als Profi meine Leistungstests an der Sporthochschule gemacht und hatte stets einen guten Kontakt zu den Institutsleitern. Den nutzen wir heute.“ Den Ausschlag, Köln als Standort zu wählen, gaben jedoch private Gründe. Seit vielen Jahren lebt Goellner dort mit seiner Frau, die in Köln studiert hat, und seinen beiden Kindern. Er wirkt zufrieden, wenn er von seinem neuen Leben spricht. Auf die Frage, was ihm besser gefalle, die Zeit als Profi auf der Tour oder seine neue Aufgabe, möchte er sich nicht festlegen: „Weder noch. Mein Leben heute ist einfach anders. Meine Profilaufbahn hatte Höhen und Tiefen, in denen ich eine Menge Erfahrung sammeln konnte, die ich heute an meine Spieler weitergeben kann.“ Es ist mittlerweile 9 Uhr. Auf zwei Plätzen trainieren heute vier Spieler. Die anderen zwölf Akademieteilnehmer sind auf Turnieren unterwegs oder drücken noch die Schulbank. Der Marburger Kahlke (17) und sein Trainingspartner Oscar Otte, ein 18-jähriger Kölner, der gerade seine ersten Punkte für die Weltrangliste sammeln konnte, haben ihr Aufwärmprogramm beendet. Goellner betritt den Platz, leitet gemeinsam mit Co-Trainer Mike Bauer die Trainingseinheit. Bauer, ein Deutsch-Amerikaner, der Anfang der 80er-Jahre selbst unter den Top 30 stand, und der ehemalige Davis Cup-Spieler kennen sich seit vielen Jahren. „Seit wir 1993 zusammen in Halle Doppel gespielt haben, um genau zu sein“, ergänzt Goellner. „Wir teilen die gleiche Philosophie. Sonst würde die Arbeit nicht funktionieren.“ Während des Trainings dröhnt Musik durch die Halle –„Baby du siehst gut aus“ von Bakkushan. „Welche Musik während des Trainings laufen soll, ist die meistdiskutierte Frage bei uns!“ scherzt Goellner. Die Stimmung auf dem Platz ist konzentriert, aber dennoch entspannt und freundschaftlich im Umgang zwischen Spielern und Trainern. Und fürsorglich: Kahlke klagt über eine nicht ausgeheilte Zerrung, die ihn behindert und Goellner organisiert für ihn noch am selben Tag einen Termin bei seinem Ärzteteam. Seit gut einem Jahr trainiert Kahlke in der Akademie und hat sich seitdem stark verbessert. „Ich möchte mich im kommenden Jahr mehr auf die Future-Turniere konzentrieren, dort einige Runden gewinnen und Punkte für die Weltrangliste sammeln“, sagt Kahlke. Die richtige Einstellung für eine Profilaufbahn hat er Goellners Ansicht nach: „Beide, Kahlke und Otte, arbeiten extrem hart. Sie wissen genau, dass sie jetzt alles geben müssen, wenn sie eine Chance haben wollen.“ Genau darum geht es Goellner: den Spielern klarzumachen, dass eine professionelle Einstellung die Voraussetzung ist, um erfolgreich zu sein. Deshalb sieht er es als einen großen Vorteil für das deutsche Tennis, wenn möglichst viele ehemalige Spieler ihr Know-how weitergeben. Im Prinzip sei es die beste Idee, die Talente zu bündeln. Goellner: „Deutschland braucht dringend ein Leistungszentrum für die Besten.“ Das Problem liege jedoch darin, dass viele nicht bereit seien, weit weg von ihren Familien zu leben. Für ihn selbst sei Heimweh – die „Volkskrankheit der deutschen Tennisspieler“, wie er es nennt – nie ein Problem gewesen. Letzte Frage: Wie kam es eigentlich zu seinem Markenzeichen, der verkehrt herum getragenen Schirmmütze? Dabei habe es sich keineswegs um eine mediale Strategie gehandelt, sagt Goellner. Um das Geheimnis zu lüften: Ursprünglich begann die Geschichte bei einem Turnier in Portugal, bei dem Goellner in einer Woche samt Qualifikation und Doppel 16 Matches absolvieren musste. „Ich war völlig am Ende, da sagte mein Doppelpartner zu mir „Komm, jetzt drehst du mal deine Mütze und wir reißen das Spiel noch rum.“ Goellner drehte die Kappe, biss auf die Zähne und gewann mit seinem Partner die Partie. Nie aufgeben, immer kämpfen – das ist genau das, was Goellner jetzt seinen Spielern vermitteln will.

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des tennismagazins

Lena Lutzeier mit Paukenschlag in Kaarst!

KAARST. Mit einer Wild Card gestartet, setzte sich Lena Lutzeier - aus der Talentschmiede von Marc-Kevin Goellner - beim mit 10.000 US-Dollar dotierten ITF-Turnier in Kaarst in Runde eins gegen die an Position fünf gesetzte Slowenin Jakupovic (WTA 371) mit 6:3, 6:4 durch. "Das ist natürlich überragend, hat Lena doch bislang fast ausschließlich im Juniorinnenbereich gespielt", so der glückliche Coach, der seinen Schützling nun im Achtelfinale gegen die Russin Gasparyan (WTA 612) sieht. Ein weitere MKG-Schüler hat das Hauptfeld erreicht: Oscar Otte spielte sich beim parallel stattfindenden ITF-Turnier der Herren (15.000 US-Dollar Preisgeld) erfolgreich durch die Qualifikation und darf sich nun gegen den Kroaten Roko Karanusic (ATP 406) beweisen.

Lena Lutzeier mit ITF-Sieg in Hamburg!

KÖLN. Der deutsche Tennisnachwuchs hat sich beim ITF-Jugendturnier in Hamburg von seiner besten Seite gezeigt. Lena Lutzeier (TA SSV Ulm 1846) holte sich den Einzel-Titel bei den Juniorinnen, Vincent Thierry Schneider (BASF TC Ludwigshafen) schlug bei den Junioren sowohl im Einzel als auch gemeinsam mit Milen Ianakiev (TC GW Elz) in der Doppelkonkurrenz zu. Im Einzelfinale der Tennis-Point Open triumphierte der an Nummer sechs gesetzte Mannheimer mit 7:5, 6:1 über den eine Position höher eingestuften Daniel Valent aus der Schweiz. Auf seinem Weg in das Finale hatte sich der 16 Jahre alte Schneider nach einem Freilos zunächst mit 6:3, 6:3 gegen den Franzosen Florian Lakat durchgesetzt, anschließend Joachim Bjerke aus Norwegen und Luca Marquard (TC BW Bensheim) jeweils in drei Sätzen aus dem Weg geräumt und schließlich mit einem 6:2, 7:6 gegen Lasse Muscheites (Oldenburger TeV) das Endspiel erreicht. Den Turniersieg im Doppel sicherten sich Vincent Thierry Schneider und sein gleichaltriger Partner Milen Ianakiev, die davon profitierten, dass ihre französischen Finalgegner Florian Lakat und Arthur Rinderknech nicht antraten. Für einen weiteren deutschen Titel sorgte die ungesetzte Lena Lutzeier. Die 17jährige aus Blaustein behauptete sich zunächst im Halbfinale mit 6:3, 7:6 gegen die Russin Anastasia Nefedova und besiegte anschließend Valeriya Boyanovska aus der Ukraine 4:6, 6:4, 6:2. Im Juniorinnen-Doppel setzten sich auf der Anlage des Hamburger Tennis-Verbandes zwei Schwedinnen die Krone auf. Donika Bashota und Emilia Granström bezwangen im Endspiel die Paarung Valeriya Boyanovska und Veronika Stotyka aus der Ukraine souverän mit 6:3, 6:1.

MKG-Schüler dominieren Verbandsmeisterschaft!

KÖLN. Die Schüler der Marc-Kevin Goellner Tennis-Akademie dominierten die Hallen-Meisterschaften des Tennis-Verbandes Mittelrhein. Lena Lutzeier sicherte sich bei den Damen den Titel nach ihrem Erfolg über Katharina Rath und im reinen 'MKG-Finale' bei den Herren gewann Oscar Otte mit 6:4, 7:6 gegen Jannis Kahlke. Beide holten sich zusammen auch klar und deutlich den Herren-Doppel-Titel. Lena Lutzeier setzte demzufolge ihren Lauf fort, nachdem sie in der vergangenen Woche erst das ITF-Juniors-Turnier in Luxemburg für sich entschieden hatte. "Die harte Arbeit zahlt sich aus", lobt der frühere deutsche Davis Cup-Sieger Marc-Kevin Goellner. "Gratulation an Lena, Oscar und Jannis!", so Goellner weiter.

Lena Lutzeier gewinnt erstes ITF Juniors-Turnier!

LUXEMBURG. Beim ITF-Turnier in Luxemburg (8.-12.11.2011) war Lena Lutzeier als Qualifikantin gestartet, doch am Ende stand für das Talent der MKG Tennis-Akademie der Turniersieg zu Buche. Die für den KTHC Stadion RW spielende Lutzeier schlug im Finale gegen Lea Gasparovic, die ebenfalls dem TV Mittelrhein angehört, mit 3:6, 6:3, 6:3 durch. Bei diesem Grade 5-Turnier bezwang Lutzeier unter anderem auch die Nummern vier und sieben der Setzliste. Durch diesen Turniersieg kletterte sie in der ITF Juniors-Rangliste ca. 600 Plätze nach oben und steht aktuell auf Position 1.084.
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