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"Im Leben scheint nicht immer nur die Sonne!" WALTROP. Sein Turniersieg in Nizza gegen Ivan Lendl katapultierte den ‚Mann mit der Baseball-Kappe‘ 1993 ins Rampenlicht und weltweit bis auf Platz 26. Im selben Jahr holte der Sandplatzspezialist mit dem deutschen Team den Davis Cup. Ein weiterer Turniersieg in Marbella und die Bronzemedaille im Doppel bei den Olympischen Spielen in Atlanta folgten im Laufe seiner Karriere. Seit 2009 betreibt Goellner eine eigene Tennis-Akademie in Köln. Dem Rollstuhltennis ist der 41jährige als Botschafter der BREAKCHANCE-Charity sehr eng verbunden.
„Marc, Hand aufs Herz: Hättest du im Rollstuhl eine ähnlich beeindruckende Tenniskarriere hingelegt?“ Marc-Kevin Goellner: „Ich? (lacht) Zumindest hätte ich den Ehrgeiz, mein Spiel auch im Stuhl umzusetzen. Tennis spielen kann ich, klar. Aber die Herausforderung besteht zum großen Teil ja darin, den Rollstuhl richtig zu bewegen. Die ganze Koordination: fahren und im Sitzen schlagen. Ich habe das auf der RANCH schon oft ausprobiert. Das alles ist für einen Ungeübten wie mich verdammt schwierig.“ - „Wie bist du zum Rollitennis gekommen?“ Marc-Kevin Goellner: „Ich hatte das ein paar Mal bei Grand Slams gesehen und da schon gedacht: Oh je, das ist ganz schön schwierig. Der eigentliche Kontakt kam dann über Christoph Kellermann zustande, der schon damals meine Internetseite betreut hat. Er rief mich an und erzählte, dass er eine Charity-Veranstaltung plane und ob ich dort einen Schaukampf spielen könne. Da habe ich spontan zugesagt. Danach hat er mir die Rolle des Botschafters für die Charity angedient. Auch da habe ich nicht lange überlegt und seitdem bin ich dabei. Menschen, die Schicksalsschläge hinter sich haben, sollte man helfen wo man kann.“ - „Was erfährst du als Botschafter? Welchen Stellenwert hat Rollitennis in der Gesellschaft und in der Sportwelt?“ Marc-Kevin Goellner: „Wie wichtig solch ein Angebot ist, merken viele erst, wenn sie selbst betroffen sind oder Kontakt zu betroffenen Menschen haben. Deshalb muss man das Bewusstsein schärfen. Mittlerweile trainiere ich in meiner Akademie selbst Menschen mit Behinderung und mir geht das Herz auf. Es scheint im Leben nicht immer die Sonne - aber auch nach einem Schicksalsschlag geht das Leben weiter. Tennis kann helfen! Entscheidend ist die Liebe, die man zu diesem Sport hat. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor Christoph, die so viel Herzblut und Geld ins Rollitennis steckt. Auch ich will gerne meinen Beitrag dazu leisten.“ - „Die Charity wird dieses Jahr ‚5'. Dein Lieblingsmoment?“ Marc-Kevin Goellner: „Als ich 2011 aus einem 50 Meter hohen und ca. 100 Meter entfernt stehenden Hubwagen Aufschläge serviert habe, die mein Wettpartner Erkan am Boden mit dem Racket aufgefangen hat. Das war für mich ein echtes Highlight.“ - „Wie wäre es 2012 mit dem legendären Rollstuhlrennen gegen den schnellsten Rollifahrer auf der RANCH, Markus Kreutzberger, alias Polohunter?“ Marc-Kevin Goellner: „Oh, das wäre wahrscheinlich keine Herausforderung - also für den Polohunter. Der fährt mich doch hoher Wahrscheinlichkeit in Grund und Boden...“
Marc-Kevin Goellner ist offizieller Botschafter der BREAKCHANCE-Charity...
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MKG-Schützling Oscar Otte gewinnt Bank 1 Saar Cup SAARBRÜCKEN. Oscar Otte heißt der souveräne Sieger des mit 4.260 Euro dotierten 28. Bank 1 Saar Cup 2012. Der 18 Jahre alte Kölner setzte sich im Finale des Traditions-Hallenturniers in Saarbrücken vor rund 250 Zuschauern mit 6:1, 6:1 gegen den an Nummer fünf gesetzten Dortmunder Konstantin Gerlahk durch. Otte war im Tennisleistungszentrum des Saarländischen Tennisbundes als Topfavorit an den Start gegangen und gab auf dem Weg zum Titel keinen einzigen Satz ab. Nach Siegen gegen Dominik Bartels aus Hannover, den Nürnberger Philipp Dittmer und Marc Herrmann aus St. Ingbert profierte er im Halbfinale von der Aufgabe des Rumänen Laurentiu Erlic beim Stand von 6:4, 5:0. Sein Finalgegner Gerlakh stand dagegen deutlich länger auf dem Platz und musste sowohl bei seinem 6:7, 6:4, 10:8 über Kim Möllers aus Stadtlohn als auch beim 4:6, 7:6, 11:9-Halbfinalsieg gegen den Frankfurter Enrico Alonso de Pedro über die volle Distanz gehen.
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Neu: MKG-Kinder-Tennis! KÖLN. Ab April 2012 bietet die MKG-Tennisakademie Kindertennis für Drei- bis Siebenjährige an. Hierbei wird unter Berücksichtigung der Play and Stay-Regeln verstärkt Wert auf die koordinative Entwicklung der Kinder gelegt. Spielerisch werden die Kleinen mit Schläger und Ball vertraut gemacht. Auch dieses Training wird in kleineren Gruppen absolviert, um besser auf die Kinder eingehen zu können. Bei Fragen oder Anmeldung nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf! Wir freuen uns auf Ihren jungen Nachwuchs!
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MKG-Portrait im tennismagazin... Das Jahr 1993 war das erfolgreichste seiner Karriere. Erst der Sieg im Finale von Nizza gegen Ivan Lendl, dann die Finalteilnahme bei den French Open im Doppel mit David Prinosil und als Höhepunkt der Triumph mit der deutschen Mannschaft im Davis Cup. Am Ende des Jahres schaffte Marc-Kevin Goellner einen Sprung von mehr als 70 Plätzen bis auf Position 32 der Weltrangliste. 18 Jahre ist das mittlerweile her. Aber auch heute noch kann die ehemalige Nummer 26 der Welt nicht vom gelben Filz lassen. Wenn er sich nicht gerade mit ehemaligen Legenden auf der Champions Tour misst, bildet er talentierte Nachwuchsspieler zu Profis aus. Im Süden Kölns, mitten im Grünen, liegt seine eigene Akademie, dessen Logo – wie könnte es anders sein – eine Baseballkappe ziert. Sein Markenzeichen, das ihn in der Tennisszene berühmt gemacht hat, fehlt heute allerdings. Er trägt keine Mütze. Es ist noch früh, gerade 8.30 Uhr. Entspannt sitzt Goellner im Gastronomiebereich der Tennishalle, ein Auge jedoch stets auf dem Platz, wo gerade Jannis Kahlke – eines der vielversprechenden deutschen Talente – sein Aufwärmprogramm abspult.
„Be professional“ lautet Goellners Motto, das er den Spielern auch selbst vorlebt. „Mein Tag ist sehr lang. Manchmal könnte er ruhig 26 Stunden haben“, sagt er, „aber es macht mir großen Spaß mit meiner kleinen Akademie auf sehr hohem Niveau zu arbeiten und mich zu hundert Prozent dafür aufzuopfern.“ Die hohe Qualität der Ausbildung und Betreuung sei ihm wichtig, betont er. Direkt auf der Anlage befindet sich ein Hotel, in dem die Spieler untergebracht werden können. Zwei Fitnessräume stehen zur Verfügung. Ausgestattet mit modernsten Geräten zum Muskulaturtraining mit Reizstrom – Kostenpunkt pro Gerät etwa 13.000 Euro – sowie einer sogenannten Vibrationsplatte, die einen schnelleren Muskelaufbau ermöglicht. Trainiert wird in der Goellner-Akademie nur in kleinen Gruppen „mit maximal vier Teilnehmern, um die Intensität hochzuhalten“. Zudem arbeitet die Akademie eng mit den Instituten für Bewegungs- und Trainingswissenschaften der Kölner Sporthochschule zusammen. „Ich habe selbst als Profi meine Leistungstests an der Sporthochschule gemacht und hatte stets einen guten Kontakt zu den Institutsleitern. Den nutzen wir heute.“ Den Ausschlag, Köln als Standort zu wählen, gaben jedoch private Gründe. Seit vielen Jahren lebt Goellner dort mit seiner Frau, die in Köln studiert hat, und seinen beiden Kindern. Er wirkt zufrieden, wenn er von seinem neuen Leben spricht. Auf die Frage, was ihm besser gefalle, die Zeit als Profi auf der Tour oder seine neue Aufgabe, möchte er sich nicht festlegen: „Weder noch. Mein Leben heute ist einfach anders. Meine Profilaufbahn hatte Höhen und Tiefen, in denen ich eine Menge Erfahrung sammeln konnte, die ich heute an meine Spieler weitergeben kann.“ Es ist mittlerweile 9 Uhr. Auf zwei Plätzen trainieren heute vier Spieler. Die anderen zwölf Akademieteilnehmer sind auf Turnieren unterwegs oder drücken noch die Schulbank. Der Marburger Kahlke (17) und sein Trainingspartner Oscar Otte, ein 18-jähriger Kölner, der gerade seine ersten Punkte für die Weltrangliste sammeln konnte, haben ihr Aufwärmprogramm beendet. Goellner betritt den Platz, leitet gemeinsam mit Co-Trainer Mike Bauer die Trainingseinheit. Bauer, ein Deutsch-Amerikaner, der Anfang der 80er-Jahre selbst unter den Top 30 stand, und der ehemalige Davis Cup-Spieler kennen sich seit vielen Jahren. „Seit wir 1993 zusammen in Halle Doppel gespielt haben, um genau zu sein“, ergänzt Goellner. „Wir teilen die gleiche Philosophie. Sonst würde die Arbeit nicht funktionieren.“ Während des Trainings dröhnt Musik durch die Halle –„Baby du siehst gut aus“ von Bakkushan. „Welche Musik während des Trainings laufen soll, ist die meistdiskutierte Frage bei uns!“ scherzt Goellner. Die Stimmung auf dem Platz ist konzentriert, aber dennoch entspannt und freundschaftlich im Umgang zwischen Spielern und Trainern. Und fürsorglich: Kahlke klagt über eine nicht ausgeheilte Zerrung, die ihn behindert und Goellner organisiert für ihn noch am selben Tag einen Termin bei seinem Ärzteteam. Seit gut einem Jahr trainiert Kahlke in der Akademie und hat sich seitdem stark verbessert. „Ich möchte mich im kommenden Jahr mehr auf die Future-Turniere konzentrieren, dort einige Runden gewinnen und Punkte für die Weltrangliste sammeln“, sagt Kahlke. Die richtige Einstellung für eine Profilaufbahn hat er Goellners Ansicht nach: „Beide, Kahlke und Otte, arbeiten extrem hart. Sie wissen genau, dass sie jetzt alles geben müssen, wenn sie eine Chance haben wollen.“ Genau darum geht es Goellner: den Spielern klarzumachen, dass eine professionelle Einstellung die Voraussetzung ist, um erfolgreich zu sein. Deshalb sieht er es als einen großen Vorteil für das deutsche Tennis, wenn möglichst viele ehemalige Spieler ihr Know-how weitergeben. Im Prinzip sei es die beste Idee, die Talente zu bündeln. Goellner: „Deutschland braucht dringend ein Leistungszentrum für die Besten.“ Das Problem liege jedoch darin, dass viele nicht bereit seien, weit weg von ihren Familien zu leben. Für ihn selbst sei Heimweh – die „Volkskrankheit der deutschen Tennisspieler“, wie er es nennt – nie ein Problem gewesen. Letzte Frage: Wie kam es eigentlich zu seinem Markenzeichen, der verkehrt herum getragenen Schirmmütze? Dabei habe es sich keineswegs um eine mediale Strategie gehandelt, sagt Goellner. Um das Geheimnis zu lüften: Ursprünglich begann die Geschichte bei einem Turnier in Portugal, bei dem Goellner in einer Woche samt Qualifikation und Doppel 16 Matches absolvieren musste. „Ich war völlig am Ende, da sagte mein Doppelpartner zu mir „Komm, jetzt drehst du mal deine Mütze und wir reißen das Spiel noch rum.“ Goellner drehte die Kappe, biss auf die Zähne und gewann mit seinem Partner die Partie. Nie aufgeben, immer kämpfen – das ist genau das, was Goellner jetzt seinen Spielern vermitteln will.
Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des tennismagazins
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Lena Lutzeier mit Paukenschlag in Kaarst! KAARST. Mit einer Wild Card gestartet, setzte sich Lena Lutzeier - aus der Talentschmiede von Marc-Kevin Goellner - beim mit 10.000 US-Dollar dotierten ITF-Turnier in Kaarst in Runde eins gegen die an Position fünf gesetzte Slowenin Jakupovic (WTA 371) mit 6:3, 6:4 durch. "Das ist natürlich überragend, hat Lena doch bislang fast ausschließlich im Juniorinnenbereich gespielt", so der glückliche Coach, der seinen Schützling nun im Achtelfinale gegen die Russin Gasparyan (WTA 612) sieht. Ein weitere MKG-Schüler hat das Hauptfeld erreicht: Oscar Otte spielte sich beim parallel stattfindenden ITF-Turnier der Herren (15.000 US-Dollar Preisgeld) erfolgreich durch die Qualifikation und darf sich nun gegen den Kroaten Roko Karanusic (ATP 406) beweisen.
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